Haarfarbentrends, nach denen Kunden in dieser Saison fragen
Glänzende Brauntöne, sanftere Blondtöne und raffiniertere Grautöne ersetzen farbenintensive Haarfarben, die viel Pflege erfordern. Der neue Trend ist gepflegt, natürlich und so gestaltet, dass der Ansatz gut hineinwächst.
Haare Bei der Haarfarbe geht der Trend weg von auffälligen Veränderungen. In den Friseursalons fragen immer mehr Kunden nach Farben, die zu ihrem natürlichen Haar passen: sattere Brauntöne, sanfte Blondtöne, harmonisch eingeblendetes Grau und Glanz, der gesundes Haar edel wirken lässt.
Der rote Faden ist der geringe Pflegeaufwand. Anstatt auf dramatische Kontraste zu setzen, setzen Coloristen auf subtile Dimensionen, das Gesicht umrahmende Strähnen und wärmere Töne, die den Ansatz zwischen den Terminen weicher wirken lassen.
Intensive natürliche Farbe
Natürliche Haarfarben stehen zunehmend im Vordergrund, während dramatische Farbtöne an Bedeutung verlieren. Friseure berichten von einer steigenden Nachfrage nach sanften Blondtönen, sanft in das Gesicht übergehenden Strähnchen, facettenreichen, warmen Brauntönen und Kupfertönen. Das Ziel ist es, die natürliche Haarfarbe zu unterstreichen, anstatt sie zu ersetzen.
Das Grau-Blending folgt dem gleichen Prinzip. Anstatt jedes graue Haar zu überdecken, können Coloristen mit dem vorhandenen Muster arbeiten und Farbtöne hinzufügen, die den Übergang weicher gestalten. Das Ergebnis wirkt bewusst gestaltet, ohne dass alle paar Wochen ein Termin für eine Komplettfärbung erforderlich ist.
Brünette können sich eher auf mehr Wärme und Tiefe als auf eine flache, dunkle Farbe freuen. Für Blondinen bedeutet diese Veränderung einen weicheren Kontrast im Gesichtsbereich und ein Finish, das näher an der natürlichen Grundfarbe liegt.
Dezenter Luxus – Farbe
Der „Quiet Luxury“-Trend hat sich von der Mode auf die Haarpflege ausgeweitet. In Friseursalons gibt es zunehmend Nachfragen nach satten, pflegeleichten Haarfarben, glänzender Textur und Haaren, die gesund wirken, anstatt stark behandelt zu sein. Schokoladenbraune Töne mit viel Glanz gehören ebenso zu diesem Trend wie maßgeschneiderte Kupfertöne, die auf den individuellen Hautton abgestimmt sind.
Auch Glanzbehandlungen spielen bei der Haarfärbung im Salon eine immer größere Rolle, da Kunden eher nach Glanz und Tiefe als nach dramatischen Kontrasten fragen. Es handelt sich um eine Art von Farbe, die nicht sofort auf einen Salonbesuch hindeutet. Tiefes Schokoladenbraun, sanftes Kupfer und natürlich wirkende Farbverläufe sorgen für ein gepflegtes Erscheinungsbild ohne auffällige Ansatzstellen.
Aus „Grey Blending“ wird „Grey Blonding“
Das Kaschieren von grauen Haaren verschwindet nicht, aber Coloristen ändern ihre Herangehensweise. Friseure beobachten, dass immer mehr Kunden über das bloße Kaschieren grauer Haare hinausgehen. Stattdessen betonen sie ihre natürliche Haarfarbe mit sanften, leuchtenden Blondtönen und komplementären Farbtönen – ein Ansatz, den manche Salons als “Grey Blonding” bezeichnen.
Colouristen arbeiten mit dem natürlichen Graumuster und verleihen dem Haar Wärme und Leuchtkraft, anstatt es vollständig zu überdecken. Das Ergebnis wirkt heller und weicher, während der Ansatz weitaus weniger auffällig ist als bei herkömmlichen Dauerfärbungen.
Für Frauen, die ihre natürlichen grauen Haare stärker zur Geltung bringen möchten, bietet dieser Ansatz einen Mittelweg: Die grauen Haare bleiben sichtbar, doch die Gesamtfarbe wirkt heller und bewusster gewählt.
Butterblond
Blond liegt wieder im Trend. In den Friseursalons werden zunehmend Crème-Brûlée-Töne, cremige Vanille-Nuancen und sanfte Goldblondtöne anstelle von eisigen, stark getönten Farben nachgefragt.
Einige Coloristen arbeiten mit einer Mischung aus warmen Blond- und Mokka-Tönen, die dem Haar goldene Tiefe und einen sanften braunen Schimmer verleihen. Da die Farbe näher an der natürlichen Wärme liegt, wächst der Ansatz auch sanfter nach.
Der gleiche Trend zeigt sich auch bei der Nachfrage nach sanfteren Blondtönen, die gesund wirken und nicht eisig oder überbearbeitet.
Die kräftigsten Varianten behalten am Ansatz etwas Tiefe und entfalten in den Längen eine warme Note. Man denke eher an Butter, Vanille und Karamell als an Platin.

